Interesante Links

Baldauf Käse
...Deutschlands Käseküche Nr.1
www.baldauf-kaese.de

Naturkäserei Tegernseer Land eG
www.naturkäserei.de

Viele leckere Rezepte finden Sie unter www.bio-feinschmecker.de oder in meinem Laden erhältlich.

Gasthaus und Metzgerei zum Weißen Schwan)
www.schwanerer.de

Alles rund ums Zoiglbier, Ein Bier, das es nur in der nördlichen Oberpfalz gibt!
www.zoigl.de

Informationen um die Ferienregion Oberpfläzerwald
www.oberpfaelzerwald.de

Und eine Empfehlung von mir
Urlaub in Rottach-Egern am Tegernsee
www.gaestehaus-stadler-webermohof.de

Presse

Ein Prosit der Jemütlichkeit: Wenn die Hauptstadt dem Münchner Lebensgefühl frönt


Welt am Sonntag, von Christoph Wenzel 15. Oktober 2006, 00:00 Uhr

Auf dem Zentralen Festplatz in Reinickendorf wird heute zum letzten Mal Oktoberfest gefeiert. Bayerische Spezialitäten gibt es in Berlin jedoch das ganze Jahr. Bei schönem Wetter wie in der vergangenen Woche fühlt sich der Wochenmarkt am Kollwitzplatz samstags früh schon sehr wie der Viktualienmarkt in München an.

Weißbier gibt es da, Obatzda und natürlich original Weißwürste. Bayerische Lebensart hat von jeher Konjunktur in der Hauptstadt. Nicht nur zum traditionellen Oktoberfest, das heute auf dem Zentralen Festplatz in Reinickendorf letztmals stattfindet. Rund 30 000 Bayern sollen Schätzungen zufolge in Berlin leben. Schon seit 1876 gibt es hier einen Bayerischen Verein mit immerhin 60 Mitgliedern, die die weiß-blaue Tradition pflegen. Mit spürbarem Erfolg. Wer in Berlin lebt, muss heute kaum mehr auf heimatliche Spezialitäten verzichten.

Boris Priebe sieht sich in ähnlicher Mission. Seit rund einem Jahr will er mit seinem Laden "Weiß-Blau" in Charlottenburg "den Preußen ein bisschen bayerische Kultur beibringen", sagt er mit kesser Lippe.

Auch er hat damit Erfolg in Berlin:
Frischer Obatzda, Wurstsalat und Allgäuer Rohmilchkäse erfreuen sich tief im Westen Berlins wachsender Beliebtheit. Was nicht verwundert, denn wirklich gutes bayerisches Essen ist doch eher rar in der Hauptstadt. Das "Leberkäse-Brötchen to go" vom S-Bahnhof schmeckt oft eher wässrig, und sogar in der Bayerischen Landesvertretung, in dem Edmund Stoibers Landesregierung und die Bundestagsabgeordneten der CSU regelmäßig Hof halten, bekommen Besuchergruppen zu ihrem Erstaunen Hähnchen-Geschnetzeltes in Currysoße zum Weißbier gereicht.

Für Priebe ist das freilich nur von Vorteil. "Ich merke, dass das Geschäft jeden Monat besser wird", sagt der gelernte Brauer aus Kemnath in der Oberpfalz. Seine Kunden sind echte Berliner und zugereiste Bayern zu gleichen Teilen.
Und obwohl man bei den Einheimischen manchmal "schon harte Überzeugungsarbeit" leisten müsse, kommen auch echte Spezialitäten wie frische Schäufele, fränkischer Whiskey oder Oberpfälzer Rapsöl bei den Kunden immer besser an. Für Priebe eine logische Entwicklung:
"In Bayern gibt's viel mehr Qualitätsprodukte. So was kommt in Berlin erst ganz langsam wieder", sagt der Feinkost-Experte.
Damit in seinem kleinen Laden mit der alten Waage hinter der Theke und den weiß-blauen Kacheln an der Wand immer genug bayerische Spezialitäten vorrätig sind, kommt alle 14 Tage ein Bäcker aus Franken vorbei. Der bringt auch haltbare Wurstspezialitäten oder ein paar Kisten Bier von kleinen Brauereien aus der Fränkischen Schweiz mit.
Der Verkaufsschlager schlechthin bleiben Weißwürste. Damit aber in der Heimat der Currywurst beim Verzehr der bayerischen Spezialität nichts schief geht, liegt der "Weißwurst-Knigge" zwischen Senf und Brezn griffbereit. "Für die Preußen, damit sie wissen, wie man eine Weißwurst isst", sagt Priebe.

VOX - Wissenshunger

Krustenbraten: Selbst gemacht - welches Fleisch ist das Richtige??

Für einen selbst gemachten Krustenbraten empfiehlt Fleischergeselle Oliver Hein ein Stück Fleisch vom Schinken des Schweins. Den Schinken bilden Unterschale, Oberschale und Nuss. Sie befinden sich am Oberschenkel des Schweins. Dieses Fleisch ist besonders geeignet, weil es auf der einen Seite sehr mager und zart ist, aber auch über eine ausreichende Fettschicht verfügt. Alternativ empfiehlt Hein ein Stück von der Schulter des Schweins. Ganz wichtig ist aber: Das Fleischstück muss noch die Schwarte, also die Hautschicht enthalten.

Bayrisches Nationalgericht?

Boris Priebe ist Urbayer und Braumeister für Bier. Der stolze Bayer verrät das ultimative Geheimnis eines leckeren Krustenbratens: Es ist das Bier. Bereitet man den Krustenbraten selbst zu, sollte man darauf achten, ihn alle 15 Minuten mit einem malzigen Bier zu übergießen. Die Auswahl der Biersorte ist deshalb von Bedeutung, weil der Geschmack und die Zusammensetzung des Bieres auch wesentlich den Geschmack des Bratens und der Soße beeinflusst. Würde man zum Beispiel ein Pils verwenden, würde der Braten bitter werden.

Boris Priebe ritzt die Schwarte bei seinem Braten rautenförmig ein, ganz nach bayrischer Tradition. Dann würzt er den Braten mit Salz, Pfeffer, Kümmel, Paprika und frischem Knoblauch. Bevor der Braten mit etwas Wurzelgemüse und geschwärzten Zwiebeln in den Ofen kommt, brät er ihn kurz von beiden Seiten in heißem Öl in der Pfanne an. Somit schließen sich die Poren des Fleischs und der Braten bleibt schön saftig. Während der Backzeit von knapp zwei Stunden im Ofen wird der Krustenbraten nun immer wieder mit einem guten Schuss Bier begossen - fertig ist der Krustenbraten nach Omas Originalrezept!
VOX Kochen

Pro 7 Galileo und N24 Wissen – Kartoffelsalat-Duell:
Webseite besuchen

Berliner Zeitung, 19. Januar 2008:

GENUSS, BERLINER DELIKATESSENLÄDEN


Bayerische Biere und anderes Bajuwarisches Berliner Delikatessenläden (20): Schmankerlparadies Weiß-Blau
Antonia Schulemann
Aus einem umfangreichen Sortiment das Beste herauszufinden hat etwas Unbequemes an sich. Angenehmer ist es, wenn die Entscheidung vorab von einem Fachmann getroffen wird, damit man sich selbst dann ganz auf das Besondere konzentrieren kann. "Weiß-Blau" mangelt es nicht an Überschaubarkeit. Puristisch ist bereits die Einrichtung: ein Holzregal, eine schmale Vitrine, ein Kühlschrank, ein Tisch, umgeben von vier Stühlen, mehr nicht. Das Angebot besteht neben Bier, Käse, Wurst und Hirschschinken aus säurebetonten Hausfrauen-Marmeladen, Gößwein-Obstbränden sowie einem kalt gepressten Rapsöl. Was von Boris Priebe eingelöst wird, ist eben nicht überbordende Vielfalt, sondern Genauigkeit und Folgerichtigkeit.
Vor etwa drei Jahren eröffnete der Oberpfälzer sein Geschäft für bayerische Delikatessen kurz hinter dem Kaiserdamm. "In Berlin gab's ja kein g'scheites Bier. Furchtbar!", sagt der gelernte Bierbrauermeister ernsthaft verwundert darüber, dass Bayern in Preußen nach wie vor unterrepräsentiert ist und weist sogleich auf Biersorten hin, deren Etiketten bereits aus einer anderen Zeit stammen. Das kastanienfarbige Vollbier von der Brauerei Meister in Unterzaunsbach unterstreicht den ersten Eindruck. Obwohl es süffig-leicht die Kehle hinunter rollt, verharrt es hefig-würzig. Fernsehkoch und VAU-Chef Kolja Kleeberg weiß, dass Priebes Brauperlen fernab vom Mainstream angesiedelt sind. Sein Favorit heißt Felsentrunk und stammt aus der Familienbrauerei Hartmann im oberfränkischen Würgau. Dessen Räuchermalz-Anteil nähert ihn dem Whisky an.

Käse aus dem Allgäu

Die Begegnung mit dem 16 Monate gereiften Bergkäse aus der Käserei Baldauf im Allgäu wischt die Bedenken beiseite, Bier passe nicht zu Käse. Die rezente Schärfe des elastischen Rohmilch-Teigs bitzelt mit einem Schluck Dunkelbier auf der Zunge. Seine Konsistenz ist mit bestem Jura-Käse vergleichbar, erinnert aber auch mit seiner brüchigen Art an einen süditalienischen Cacciocavallo. Für eine Brotzeit (die in Bayern eigentlich "Wurschtzeit" heißen müsste) bietet sich der Leberkäse an. Wem der bisher lasch erschienen ist, wird bei Priebe auf einen Geschmack gebracht, der nichts mehr mit Volksfest gemein hat. Am besten entwickelt er sich mit süßem Senf von Mari. Der wirkt nicht so konfitürenartig wie die üblichen Sorten und erscheint durch seinen Meerrettichanteil fast wie eine Kreuzung mit einem rheinischen Scharfmacher. Die beinahe schon trockene Kernigkeit des Regensburger Knackerls bedarf kaum noch eines Mostrichs. Sie entfaltet sich am besten mit Essig und Öl zu einem Wurstsalat angemacht.
Die annähernd 70 Biersorten im Getränkelager bilden gewissermaßen eine Bibliothek von Erzeugnissen kleiner Privatbrauereien, wie sie vor einem halben Jahrhundert noch über ganz Deutschland verbreitet waren. Eine Komposition von ehedem ist auch das "Spezi"-Bier von Müllerbräu in Pfaffenhofen, das mit Mandarinenöl und Orangenblütenextrakt aromatisiert wird. Nicht nur seinetwegen kommt man immer wieder.



Weiß-Blau - Das bayerische Schmankerlparadies, Knobelsdorffstr. 37, Berlin -  Charlottenburg, geöffnet:
Mo-Mi 11-19, Do-Fr 11-20, Sa 10-15

Tel. 36 41 01 63.
www.weiss-blau-berlin.de

nach oben